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Furi (Nintendo Switch) REVIEW

In Furi steuern wir einen namenlosen Helden, der uns weder genauer vorgestellt wird, noch erfahren wir etwas über den Grund, warum wir dort sind, wo wir sind. Wir befinden uns nämlich in einer Art Hölle über den Wolken, weit weg von dem, was uns gewohnt erscheint. Um genau zu sein handelt es sich um eine große Gefängnisanlage, in der wir immer und immer wieder sterben. Warum dies genau passiert und weshalb der Tod nie endgültig ist, verrät das Spiel uns nicht.

Doch wir beschließen nun aus dieser irren Situation zu entkommen. Eine Flucht steht also auf dem Plan und eigentlich wäre es auch kein größeres Problem, wären da nicht die 10 Endgegner, die sich uns in den Weg stellen. Und das ist eigentlich auch schon Furi, welches wir uns in der Nintendo Switch Version genauer angeschaut haben.

 

Von Bosskampf zu Bosskampf

Das Spiel besteht aus einem Boss Fight nach dem anderen. Dabei sind die Kampf so aufgebaut, dass jeder Gegner unterschiedliche Angriffswellen hat. Zu beginn feuern wir aus der Distanz, quasi die klassische Twin-Stick Action. Hat unser Gegenüber genügend Schaden genommen, geht es in den Nahkampf über. Hier kommt die Samurai-Action zum Zuge. Doch aufgepasst, jeder der Kontrahenten hat ein unterschiedliches Angriffsmuster. Man muss seinen Gegner genau beobachten und lernen, sie richtig und vor allem im passenden Moment anzugreifen. Button smashing wird in Furi kaum helfen.

Wir können natürlich den Schwierigkeitsgrad wählen, doch selbst auf dem leichtesten Niveau bleibt Furi immer noch beachtlich fordernd. Zwar ist es nicht mehr ganz so schwer und der Held hat statt 3 nun 5 Leben in jedem Kampf, doch müsst ihr trotzdem euren Gegner genau studieren und bei gleichbleibenden Angriffswellen reaktionsschnell ausschalten. Freiwillig machen euch die Bosse kein Platz, um der Gefängnisanlage zu entkommen!

Die beiläufige Story wird von einem uns unbekannten Wesen in einem Hasenkostüm erzählt. Wir können diese Passagen entweder manuell selbst ablaufen, oder wir drücken die „B“ Taste und unser Charakter läuft diese Passagen automatisch bis zum nächsten Gegner. Die Story selbst ist zwar nicht hollywoodreif, aber um mal die Hände auszuschütteln, etwas zu trinken und sich wieder neu zu fokussieren, ist genau hier die kleine Entspannungspause perfekt.

 

Hart, härter, Furi

Furi ist eines dieser Spiele, bei denen vor Frust auch mal gerne der Controller das Fliegen lernt. Geduld und Ausdauer ist hier gefragt. Die Verzweiflung setzt schnell ein und lässt den Spieler überdenken, einen weiteren Versuch zu starten. Aber genau hier liegt auch die Stärke von Furi. Es packt uns bei der Gamer-Ehre und der vorhandenen Motivation, es dem Boss so richtig zu zeigen. Erschwerend kommt hinzu, dass man über dem Spiel hinweg keinerlei neue Aktionen freischaltet. Dies bedeutet, die Lernkurve muss also beim Spieler selbst einsetzen und dies geht zumeist über Fehlversuche.

Sind die ersten Gegner aus dem Weg geschafft, könnte sicherlich die Freude nicht größer sein. Furi schafft es aber, uns das Lächeln schnell wieder aus dem Gesicht zu entziehen. Mit jedem neuen Boss wird das gesamte Unterfangen komplett neu gestaltet. Der Grad der Verzweiflung ist dadurch noch schneller erreicht, da jeder Move, der vorab in Perfektion beherrscht wurde, nun hinfällig ist.

Nun würde es sich anbieten, dank eines Multiplayers, die Kämpfe in allen Variationen zu vollziehen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, aber genau hier spart das Spiel viel Potenzial ein. Was würde sich für einen Mulitplayer-Modus mehr lohnen als Zweikämpfe? Zumal dies einiges an Abwechslung mitbringt, wenn die Rollen neu verteilt werden würden – Geschweige denn noch mehr Spielzeit, die man gerne investieren würde. Dies ist ein starker Kritikpunkt, dem insbesondere die Nintendo Switch Version Abhilfe hätte schaffen können.

 

Technik

Technisch läuft Furi absolut rund und ohne größere Framedrops, was für dieses Genre natürlich sowieso absolut wichtig ist! Das gilt im Übrigen auch für den Handheld-Modus der Nintendo Switch! Allerdings empfehle ich bei diesem derart hohen Schwierigkeitsgrad und der reaktionsschnellen sowie präzise sitzenden Steuerung einen Pro Controller. Die Joy-Cons waren mir persönlich zu klein und im Handheld Modus zu weit auseinander. Wenn schon mobil, dann der TableTop-Mode mit dem Pro Controller der Nintendo Konsole.

Vom Grafik-Design her ist das Spiel mal neongrell und farbenfroh, ferner wirkt es schon fast wieder künstlerisch mit Wasserfarben gemalt. Zumeist bietet Furi eine recht ungewöhnliche Farbkomposition, die den Titel dadurch aber auch wieder besonders machen.

Leider fallen ab und an Kantenflimmern und paar unsaubere Details auf. Dies kommt allerdings hauptsächlich nur in den Zwischenpassagen zum Tragen. Vom Design her merkt man es Furi an, dass es eine Liebeserklärung an japanische Action Games ala „No More Heroes“ sein soll. Die Bosse sind extravagant gestaltet und ihre Aufmachung bleibt längerfristig im Kopf verankert.

Der Sound ist flott unterwegs und daher passend auf die Dringlichkeit der Kämpfe angepasst. So bekommt der Spieler ein richtiges Feeling mitgeliefert, wie knallhart jeder Hieb und jedes Ausweichen einkalkuliert werden muss. Die Klänge treiben die Bosskämpfe regelrecht an und sind daher optimal gewählt. Dennoch können die elektronischen Darbietungen auf Dauer etwas nervig werden, wenn wir in einem Bosskampf festecken.

Video-Review

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Singleplayer
76
76
Okay
-
Multiplayer

FAZIT

Nun bleibt wie immer die Frage: kann ich Furi empfehlen? „Bedingt“ ist dort meine Antwort, was aber nicht der Qualität geschuldet ist. Man muss sich über zwei Dinge grundsätzlich bewusst sein. Zum einen bekommt man für 20€ 10 Boss Kämpfe und abseits der Action kaum etwas zu entdecken. Okay, der DLC „One more Fight“ ist mit dabei, aber trotzdem ist der Umfang recht überschaubar. Zum anderen muss man grundsätzlich schon etwas Frust resistent sein, um seine Zeit mit dem Titel zu verbringen. Zwar motiviert Furi auch, aber dennoch sollten die Spieler wirklich Bock auf schwere Action haben und dies als Reiz ansehen. Wer eine Herausforderung sucht und schmales Geld dafür übrig hat, kann gerne zugreifen und das nicht nur auf der Nintendo Switch.

- By  Gerrit

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Nintendo Switch

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