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Detektiv Conan: Der purpurrote Liebesbrief REZENSION


Im Rahmen der Anime Nights hat KAZÉ zum neuen, nunmehr 21. Detektiv Conan Film geladen und diesen nur wenige Wochen nach dem japanischen Kinostart in deutsche Lichtspielhäuser uraufgeführt. Wir haben uns natürlich nicht lange bitten lassen und sind der Einladung munter gefolgt – und waren von Der purpurrote Liebesbrief schwer angetan!

 

Mord, Bomben & eine alte Liebe


Conan, seine Freunde von den Detective Boys, Ran und Kogoro Mori wurden nach Osaka eingeladen, um dort einem wichtigen Turnier in de Kartenspiel Karuta beizuwohnen. Bei Karuta geht es darum aus einer Vielzahl an Karten schnellstmöglich die richtige Karte auszuwählen und diese noch vor dem Gegner aufzunehmen. Vor besagten Wettkampf findet bei einem örtlichen TV-Sender die Aufzeichnung zu einem Special statt, welches die Favoritin des diesjährigen Wettbewerbes – Momiji ĹŚoka – in den Fokus rĂĽcken soll. Als plötzlich aber eine Bombendrohung eingeht und kurz darauf die Sprengstoffe explodieren, sehen sich Conan und seine Freunde inmitten der Gefahr – und natĂĽrlich mit einem neuen Fall konfrontiert.

Bei den Bombenanschlägen bleibt es aber nicht, denn zeitgleich wird in Kyoto ein bekannter Karuta-Spieler brutal ermordet. Conan und sein Freund und Kollege Heiji Hattori ist schnell klar, das beide Fälle im Zusammenhang stehen und ahnen Böses fĂĽr das bevorstehende Turnier. Doch es entbrennt nicht nur eine Jagd auf den wahren Täter, der mit weiteren Anschlägen droht. Auch ist zwischen Heiji´s Sandkastenfreundin Kazuha und Momiji ĹŚoka ein Wettstreit um die Liebe des jungen Detektiven entbrannt, wovon der komplett in den Fall vertiefte Heiji zunächst nicht viel mitbekommt…

 

Zur alten Form zurĂĽckgefunden

Diesmal ermitteln Conan und Heiji gemeinsam in Osaka und Kyoto.

Die vergangenen Filmauftritte von Detektiv Conan waren in Japan stets große Kassenerfolge und trumpften Jahr auf Jahr mit neuen Rekordmeldungen auf. Das ist bemerkenswert, bedenkt man, das der noch immer nicht abgeschlossene Manga mittlerweile 23. Jahre auf dem Buckel hat und die seit 1996 laufende Anime-Serie kaum jüngeren Datums ist. So groß der Erfolg an der Kinokasse aber auch ist, so wirklich warm bin ich mit den vergangenen Filmen nie geworden. Sie waren zwar stets okay, auf eine hohen Niveau produziert und bemüht, schafften es aber nie den Funken so richtig überspringen zu lassen und den eigentlichen Charme des Franchise ins große Format zu übertragen. Und so groß meine Vorfreude auch auf Der purpurrote Liebesbrief im Vorfeld war, so sehr war ich erneut darauf gefasst ein lediglich solides Filmerlebnis spendiert zu bekommen. Zu meiner großen Überraschung habe ich mich getäuscht!

Lassen wir einmal außen vor das es für deutsche Fans natürlich etwas Besonderes ist, einen Anime-Film auf der großen Leinwand sehen zu dürfen – und das auch noch kurz nach dem originalen Kinostart in Japan – ist Der purpurrote Liebesbrief ein von Anfang an spannendes Erlebnis, welches so vieles richtig macht, woran die Detektiv Conan Filme der vergangenen Jahre scheiterten. Das wir es erneut mit einem Bomben hantierenden Täter zu tun haben – was mittlerweile in gefühlt jeden Conan Film oder TV-Special der Fall zu sein scheint – tut dem ansonsten sehr positiven Gesamteindruck keinen Abbruch.

 

Geschichte und Figuren im Fokus

In visueller Hinsicht besticht der Film, doch auch Story und Figuren ĂĽberzeugen.

Eines der großen Mankos vergangener Filme war für mich stets der Umgang mit neu, für den jeweiligen Film geschriebenen und im Rahmen von Manga und Anime bereits etablierten Nebenfiguren. Statt erneut möglichst viele Charaktere unterzubringen, haben sich die Macher diesmal auf einen überschaubaren Cast beschränkt und mit Momiji Ōoka eine gute und vor allem ins Universum passende neue Figur etabliert.

Auch in Sachen Narration und Pacing macht Der purpurrote Liebesbrief einen großen Sprung nach vorne. Die Haupt- und Nebenhandlung werden stimmig nebeneinander erzählt und zum Finale ebenso gut zusammengeführt. Allzu große Kenntnisse braucht man über das im Zentrum der Handlung stehende Karuta übrigens nicht. Zwar hält sich der Film recht bedeckt die Regeln des Spiels zu erläutern – schließlich kennt es in Japan jedes Kind – allerdings ergibt sich der Sinn eigentlich schnell und selbst ohne allzu großes Verständnis funktioniert die Story.

Die Handlung selbst rühmt sich zwar nicht mit großen Innovationen und wirkt wie ein Zusammenschluss bereits bekannter Versatzstücke. Allerdings wird das so gut und spannend gemacht und mit einer stimmigen Balance aus gewohnt überzeichneten Actionszenen, humoristischen Momenten und der Ermittlungsarbeit von Conan und Heiji garniert, das es gar nicht weiter ins Gewicht fällt, das verschiedene Elemente so oder anders schon in vorherigen Geschichten vorhanden waren.

Mit Osaka und Kyoto haben es diesmal gleich zwei Handlungsorte in den Film geschafft. Vor allem bei den in Kyoto spielenden Szenen holen die Animatoren alles heraus und schaffen ein wunderbares Gefühl für die Schönheit der ehemaligen Hauptstadt Japans, die in Der purpurrote Liebesbrief von einem herbstlichen Blütenmeer begleitet wird und insbesondere im letzten Drittel des Filmes mit einigen atemberaubend schönen Aufnahmen glänzt. Auch abseits der schönen Landschaftsaufnahmen überzeugt der Film in visueller Hinsicht, lediglich die überschaubar eingesetzten 3D-Animationen wirken gelegentlich wie ein Fremdkörper.

 

Fazit

Detektiv Conan: Der purpurrote Liebesbrief hat mich vollkommen überrascht. Konnten die vergangenen Filme bei mir selten über einen soliden Eindruck hinwegkommen, so bin ich vom mittlerweile 21. Film enorm angetan. So sehr, dass der Film schon jetzt in meiner Top 5 der Detektiv Conan Filme rangiert und ich den Release auf DVD & Blu-ray im kommenden Jahr gar nicht abwarten kann. Perfekt ist der neueste Film um Jungdetektiv Conan sicherlich nicht, allerdings bringt er all die mir wichtigen Elemente mit und vereint sie stimmig in knapp zwei Stunden Spielzeit. Ich fiebere bei der Ermittlung mit, lache mich schnippisch über den typischen Humor der Reihe, lassen mich von den gekonnt inszenierten Actionszenen mitreißen und bin freue mich die mir über die Jahre so lieb gewordenen Figuren zu sehen. Hoffentlich halten auch künftige Filme dieses Niveau. Dann auch gerne wieder im Kino, liebe Freunde von KAZÉ!

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