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Detektiv Conan Box 3 – REZENSION


2017 wurde Detektiv Conan bei Kazé ganz groß geschrieben. Nicht nur konnten Fans im Rahmen der Anime Nights den aktuellsten Film Der purpurrote Liebesbrief nur wenige Wochen nach Japan-Release auch im deutschen Kino sehen, auch wurden sie mit einem sehr gelungenen Special (Das Verschwinden des Conan Edogawa/Die zwei schlimmsten Tage seines Lebens), der Heimkinoveröffentlichung des letztjährigen Films (Der dunkelste Albtraum) und der Veröffentlichung der ersten 102 Episoden des Anime bedient. Zu Letzterem ist mittlerweile auch die dritte Box erschienen. Wie diese sich schlägt?

 

Es gibt nur eine Wahrheit

In seinen neuesten Fällen trifft Conan unter anderem auf Genlteman-Dieb Kaito Kid.

Mehrere Monate sind mittlerweile vergangen, seit Shinichi Kodu von zwei unbekannten, in Schwarz gekleideten Männern vergiftet wurde und daraufhin auf die Größe eines Grundschülers geschrumpft ist. Seitdem lebt der Oberschülerdetektiv als Conan Edogawa bei seiner Jugendfreundin Ran und dessen Vater, dem Detektiven Kogoro Mori. Dieser hat es mittlerweile zu lokaler Berühmtheit geschafft und ist als „schlafender Kogoro“ in aller Munde. Dass hinter dem brillanten Kopf in Wirklichkeit der kleine Conan steckt, weiß natürlich niemand. Lediglich Shinichi´s Eltern und Professor Agasa, ein alter Freund der Familie und für Conan so etwas wie Q für James Bond, wissen von der wahren Identität des kleinen Meisterschnüfflers.

Durch seine Nähe zu Kogoro und dessen Kontakten zur hiesigen Polizei erhofft sich Shinichi endlich stichhaltige Hinweise zu finden und sein altes Leben zurückzubekommen. Allerdings scheinen ihn die Fälle magisch anzuziehen, sodass er sich stets mit neuen Morden und anderen Verbrechen beschäftigen muss. Shinichi´s oberstes Ziel, herauszufinden, was wirklich mit ihm geschehen ist und wer die mysteriösen Männer in Schwarz sind, scheint dadurch immer schwieriger verfolgbar zu sein. Durch Zufall erhält er aber einige neuen Hinweise. Ob diese ihn auf die richtige Spur führen können?

 

Ein vielbeschäftigter Detektiv

Tanz der Vampire ist eine der Highlight Episoden – und erstaunlich düster.

Auch die dritte DVD-Box von Detektiv Conan ist wieder vollgepackt und liefert euch die Episoden 69-102 auf insgesamt sechs DVDs. Die Folgen entfallen allesamt in das dritte Jahr des Anime und erzählen die Geschichte um Shinichi alias Conan weiter. Mit dabei sind wieder einige Highlight-Folgen, insbesondere die Zweiteiler stechen hier erneut hervor, zumal sie in der Regel auf den Kapiteln des Manga basieren und damit das eigentliche Werk des Kanon bilden. Dazwischen finden sich wie gehabt auch wieder einige Füllepisoden, die qualitativ in alle Richtungen ausschlagen. In den seltensten Fällen sind hier Totalausfälle dabei, richtig gut bzw. an das Niveau der eigentlichen auf den Manga basierenden Episoden reichen sie aber auch seltenst heran.

Anders, als heute, wirken die Fälle in den Füllfolgen aber noch wesentlich unverbrauchter. Die Storyschreiber haben sich mal mehr, mal weniger Mühe gegeben und einige durchaus interessante Fälle konstruiert, die aufgrund der Reduzierung auf meist eine Folge kompakt und in sich abgeschlossen sind. Den Kern bilden aber nun einmal die auf der Manga-Vorlage basierenden Folgen. Und hier bekommt man mit dem Dreiteiler „Der Baron der Nacht“ gleich zu Beginn ein richtiges Schmankerl serviert, bei welchem klar die große Kreativität und das verzweigte Denken von Conan Schöpfer Gosho Aoyama zum Vorschein tritt.

In besagter Episode treten Conan, Ran und Kogoro Mori eine Reise in ein Urlaubsparadies an und geraten – eher unfreiwillig – in einen Wettbewerb, bei welchem es darum geht den Veranstalter des Events zu enttarnen. Was als unterhaltsame Schnitzeljagd beginnt, endet in einem brutalen Mord. Das alles hat irgendetwas mit der Romanfigur Baron der Nacht zu tun, die von keinem geringeren als Shinichis Vater erdacht wurde. Und noch mehr scheint hinter dem Fall zu stecken…Mit dem Zweiteiler „Meisterdieb 1412“ betritt erstmals ein weiterer Fanliebling die Bühne: Kaito Kid. Der Gentleman-Dieb und Rivale von Conan droht den „Black Star“ – die größte Perle der Welt – zu stehlen, was Conan natürlich verhindern will. Kurz darauf hat mit Heiji Hatori ein weiterer Favorit vieler Fans seinen Auftritt in dem ebenfalls spannenden Zweiteiler „Späte Sühne“.

Mein persönliches Highlight sind jedoch die beiden Episoden von „Tanz der Vampire“, eine selbst für Detektiv Conan Verhältnisse ungewöhnlich düstere und brutale Geschichte, in der es Kogoro, Ran und Conan in eine abgelegene Villa vertreibt. Außerdem sticht auch Mord auf der Skihütte (erneut ein Zweiteiler) hervor. Hier treffen Ran, Conan und Sonoko bei einem Ausflug zufällig auf ihre alte Grundschullehrerin, die mit einigen Freunden in einer Skihütte in den Bergen zusammentrifft und die Jugendlichen einlädt.

 

Kleine Makel

Wie gehabt ist der Schuber schön gestaltet, Extras gibt es – außer einem Episodenguide – aber leider erneut nicht.

In technischer Hinsicht hat sich im Vergleich zu den ersten beiden DVD-Boxen wenig getan. Man merkt dem Anime selbst zwar die etwas detailreicheren Zeichnungen und Animationen an, allerdings ist der Sprung von Jahr 1 zu Jahr 3 des Anime marginal. Bis heute sticht Detektiv Conan für mich aber mit einem sehr unverwechselbaren Stil hervor, der früh etabliert wurde und in den vorliegenden Folgen noch den typischen Charme von 90er Jahre Anime-Serien versprüht. Für eine Produktion, die beinahe wöchentlich mit neuen Inhalten im japanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, ist das Niveau als überdurchschnittlich anzusehen, gerade besagte Zweiteiler sind mit einem erkennbaren Aufwand gemacht.

Die Episoden liegen wie gehabt im 4:3 Format vor und umfassen lediglich die deutsche Sprachfassung. Bis heute bin ich ein sehr großer Fan der deutschen Sprecher, was nicht nur nostalgische Verklärung ist, sondern auch mit der wirklich guten Auswahl des Casts zusammenhängt, die in den über 300 Folgen, die für den deutschen Markt lokalisiert wurden, mit ihren Rollen gewachsen sind und den Figuren einen eigenen Charakter verliehen haben. Das Bild der Episoden ist sicherlich nicht das beste, was schlicht dem Alter des Anime geschuldet ist. HD-Fassungen der alten Episoden existieren nicht und eine Neuabtastung liege letztlich wohl bei den Rechteinhabern in Japan, weshalb man Kazé meiner Meinung nach keine Vorwürfe machen sollte.

Die Box selbst ist erneut schick gestaltet, der Pappschuber wirkt insgesamt wertig verarbeitet. Ich bin kein großer Fan davon, wenn DVDs in einem Schuber übereinandergelegt werden, in Anbetracht der Dicke der Box ist es aber wohl die wirtschaftlichste und am wenigen Platz kostende Alternative. Der Box liegt erneut ein Episodenguide bei, andere Extras gibt es nicht.

 

Fazit

Käufer der vorherigen beiden Boxen wissen, worauf sie sich einlassen. Ton- und Bildqualität sind nach wie vor auf dem Niveau der ursprünglichen TV-Ausstrahlung, eine japanische Tonoption fehlt ebenso, wie weiterführende Extras auf den Silberlingen. Die Aufmachung der dicken Box ist gelungen und fühlt sich wertig an, der Episodenguide ist eine nette Dreingabe – nett! Interessant ist die Anschaffung also weniger aus technischen, als vielmehr aus nostalgischen Gründen. Und trotz ausbaufähiger Qualität und einer zugegebenermaßen vielleicht etwas bequemen Umsetzung habe ich wie eh und je Spaß an dem Anime. Die Geschichten funktionieren nach wie toll und sind trotz mehrmaligen Sehens noch immer spannend aufgezogen, die Figuren sympathisch und die Mischung aus Mystery und Humor stimmig. Als Fan der kleinen Spürnase kann man hier de facto kaum etwas falsch machen.

 

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