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Das Schwarze Auge – Drakensang: Phileassons Geheimnis Add-on REVIEW

Wie schon im Review zum Hauptspiel angekündigt, werfe ich hier einen Blick aufs Add-on Phileassons Geheimnis, welches ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung von „Am Fluss der Zeit“ nachgeschoben wurde. Eins vorweg: Sonderlich viel zu erzählen habe ich hier nicht, da es sich bei diesem Add-on um wenig mehr als einen Zusatz zweier neuer Questreihen handelt, die von einem quantitativen Standpunkt aus gesehen mal besser als DLC (Downloadable Content) hätten vermarktet werden sollen. Stattdessen regierte die Gier, was dazu führte, dass das Produkt ursprünglich für ca. 24 € als Vollpreis-Add-on verkauft wurde. Ein weiteres Problem ist die Art und Weise wie das Add-on funktioniert. Statt dass sich das Spiel unabhängig vom Hauptprogramm spielen lässt, werden die beiden Questreihen in das Hauptspiel eingewoben. Dies bedeutet, dass Spieler die ihre alten Spielstände gelöscht haben keine andere Wahl haben, als Drakensang – Am Fluss der Zeit von Vorne zu beginnen, wenn sie die neuen Inhalte erleben möchten. Ziemlich schlechte Voraussetzungen also, um den Kauf dieses Möchtegern-Add-ons zu rechtfertigen. Natürlich ist der Preis inzwischen gesunken. Schon vor Jahren hatte ich das Ding für 5 € als Neuware erworben. Ob sich diese Investition für zwei zusätzliche Questreihen lohnt, schauen wir uns im folgenden Review an.

Wer ist eigentlich Phileasson?

Wer keine tiefer gehenden Kenntnisse vom DSA-Universum hat, wird mit den Untertitel gebenden Namen nichts anfangen können. Auch meine Kenntnisse beschränken sich lediglich auf die PC-Spiele (primär die Drakensang-Spiele und Demonicon, da ich die Nordland-Trilogie bestenfalls mal kurz angerissen habe. Vor den Adventures habe ich mich bislang gedrückt). Dementsprechend ist Phileasson für mich nur ein Charakter unter vielen.

Tatsächlich soll es sich jedoch um eine der bekanntesten DSA-Figuren überhaupt handeln. Also so eine Art VIP, der unter Fans einen ähnlichen Stellenwert hat wie ein Drizzt Do’Urden oder Elminster unter Dungeons & Dragons-Fans. Aber ich schweife ab. Die zwei neuen Questreihen beginnen mit einer Gruppe von Thorwalern die eines Abends mit ihren Drachenbooten in der Nähe von Nadoret anlegen (das Ereignis wird getriggert, indem man zu einem gewissen Zeitpunkt im Spiel, einem Stadtgardisten am Nadoreter-Pier einen kleinen Gefallen erweist). Natürlich nimmt unsere Gruppe die fremden Nordmänner unter die Lupe und erfährt, dass sich deren Kapitän, der legendäre Expeditionsleiter Asleif „Foggwulf“ Phileasson, von seiner Mannschaft abgesetzt hat, um eigenen Geschäften nachzugehen. Da man sich die Chance solch eine Berühmtheit kennenzulernen nicht nehmen lässt, heften wir uns sogleich an Phileasson’s Fersen. Wer hätte auch ahnen können, dass der Gute auf der Suche nach einem magischen Portal zu Tie’Shianna war, einer Elfenstadt die vor Jahrtausenden von den Horden des bösen namenlosen Gottes zerstört wurde? Was hat es mit diesem Portal auf sich? Ist es ein Zeitloch, ein Weg in eine andere Dimension oder doch was ganz anders? Und welche Aufgabe hat Foggwulf in Tie’Shianna zu erfüllen? Es liegt allein in der Hand des Spielers Phileassons Geheimnis zu lüften und sicher aus der belagerten Elfenstadt zu entkommen.

Add-on oder DLC – das ist hier die Frage

Die primäre Questreihe handelt also von unserem Ausflug in diese ägyptisch angehauchte Elfenstadt. Klingt doch sehr aufregend? Hätte es auch sein können, wenn sich der DLC – äähm ich meine das Add-on nicht auf den Palastbezirk eben jener Stadt reduzieren würde. Statt dass man die Gelegenheit erhält diesen beeindruckenden Ort und seine elfischen Einwohner in ihrer ganzen Pracht kennenzulernen, durchquert man wiederholt den selben kleinen Bezirk und findet sich später in einem recht langweiligen Dungeon wieder. Dieser ist primär auf Kämpfe ausgelegt und dient wohl eher der Spielzeitstreckung. Aber auch im Palastbezirk wird hauptsächlich gekämpft, denn die Horden des Namenlosen stehen schon recht bald auf der Matte und sorgen immerhin für zwei sehr nett inszenierte Bosskämpfe im späteren Verlauf der Quest. Diese Bosse sind dann auch das Highlight dieses DL… – verdammt – ich meine natürlich dieses Add-ons! Die sekundäre Questreihe ist nämlich ein ziemlicher Langweiler.

In der sekundären Questreihe bekommen wir von einem der Thorwaler eine Schatzkarte in die Hände gedrückt, die uns auf die Spur eines ruhelosen Geistes führt. Dieser sehnt sich nach Erlösung, und die bekommt er nur, wenn wir ein paar mächtige Artefakte ausfindig machen und dem Flussvater übergeben. Diese Questreihe ist totaler Standard, der sogar so mancher Nebenquest aus dem Hauptspiel unterliegt. Die zusätzlichen Gebiete setzen sich hier aus einigen sehr kleinen Höhlen und einem ebenso kleinen Alibi-Dungeon zusammen – ein schlechter Witz! Einziges Highlight in dieser Quest ist die Gelegenheit Rache an einer gewissen Person zu nehmen, die uns im Hauptspiel noch übers Ohr gehauen hatte.

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Unsere Wertung
USK 12 PEGI 12
Singleplayer
63
63
-
Multiplayer

Volker sagt:

Tja sorry, aber viel mehr hab ich hier nicht zu erzählen. Die Story um Phileassons Questreihe ist recht interessant. Am Gameplay, der Grafik usw. hat sich freilich nichts geändert. Sicherlich sorgt Tie'Shianna mit ihrem antik-ägyptischen Szenario für frischen Wind im typischen Wald- und Wiesen-Setting. Und die beiden oben erwähnten Bosskämpfe waren sogar etwas taktisch angehaucht. Nichtsdestotrotz enttäuscht das Produkt mit geringem Umfang, einem damals sehr unverschämten Preis- Leistungsverhältnis und der verschenkten Möglichkeit dem Spieler eine faszinierende Elfenstadt zu präsentieren. Man merkt, dass hier noch mal was auf die schnelle nachgeschoben wurde, um das laufende Insolvenzverfahren abzufedern – schade das Radon Labs nicht mit Würde untergegangen sind. Stattdessen hat man sich vom Browsergame-“Experten“ Bigpoint schlucken lassen, was zur Folge hatte, dass das nächste Drakensang zum witzlosen Browserspiel-Hack'n'Slay im „Pay to Win“-Format umgepfriemelt wurde. Tiefer kann ein Abstieg in der Gaming-Branche wohl kaum sein.
MS Windows

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