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Conan REVIEW

Der weltberühmte Barbar ist nicht totzukriegen: Wenn es eine Lizenz gibt, die hervorragend für ein spannendes Metzelspiel geeignet ist, dann ist es wohl jene zur Conan-Franchise. Bereits 1932 machte der aus der Feder des amerikanischen Autoren Robert E. Howard stammende Barbar die Groschenromane unsicher. Das Konzept kam so gut an, dass der Stoff auch auf andere Medien wie Comic, Film, TV und natürlich auch Video- und Computerspiele übersprang. Auch die slowakischen Entwickler von Cauldron erkannten den Unterhaltungswert des cimmerischen Barbaren aus dem Hyborischen Zeitalter und sicherten sich die Lizenz für ein entsprechendes Spiel. Die diesem Test zugrunde liegende PS2-Version des Multiplattform-Titels erschien im Mai 2004 und erweckte eigentlich nur wegen der Conan-Lizenz mein Interesse. Die Kurzgeschichten aus Howards Feder gehören meines Erachtens zum Besten was die Fantasy-Literatur hervorgebracht hat und auch die Schwarzenegger-Filme sowie die Zeichentrick-Serie haben mir gut gefallen. Als ich das PS2-Spiel „Conan“ seinerzeit mal für nen Zehner im Sonderangebot erblickte, gab es folglich keine Ausrede mehr, mir dieses Spiel nicht zuzulegen. Ob mich das Spiel angemessen unterhalten konnte oder nicht, werde ich euch im folgenden Review verraten.

 

Rache für Grannach!

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Statt eine Geschichte aus den Büchern oder Filmen nachzuerzählen, hat man für dieses Spiel eine eigene Story ersonnen, deren Stil als eine Art Mischung aus den Original-Erzählungen von Howard und den Schwarzenegger-Filmen durchgeht. Conan ist in diesem Spiel ein umherziehender Abenteuer, den es aber immer wieder mal in sein Heimatdorf Grannach verschlägt, wenn ihn der Sinn nach Familie, Freunden und Heimat steht. Auf dem Weg dorthin schwant ihm schon übles, als plötzlich eine Gruppe berittener Krieger mit Geier-Emblemen an ihm vorbei galoppiert. In Grannach angekommen bestätigt sich der Verdacht: Die Reiter haben Conans Heimat niedergebrannt und alle Einwohner abgeschlachtet! Ein alter Mann berichtet Conan in seinen letzten Atemzügen, dass die Feinde auf der Jagd nach einem mysteriösen Spiegelartefakt waren, welches sich im Besitz eines Pilgers befand, der in Grannach Unterschlupf gefunden hatte. Da sich die Cimmerier weigerten ihren Gast auszuhändigen, mussten sie mit ihrem Leben zahlen. Conan ist verständlicherweise außer sich vor Zorn und hetzt den Mördern hinterher. Sein Rachefeldzug wird jedoch jäh unterbrochen, als Conan feststellen muss, dass die fremden Krieger Unterstützung eines mächtigen Magiers genießen. Doch so leicht lässt sich ein stämmiger Barbar nicht abschütteln. Unbeirrt reist Conan fortan kreuz und quer durch die Hyborischen Reiche, um die Spur der Feinde wieder aufzunehmen. Letztendlich findet er heraus, dass der gefährliche Geier-Kult hinter allem steckt. Eine Sekte die finstere Pläne verfolgt, für deren Umsetzung aber noch einige magische Artefakte benötigt werden. Wie genau diese Pläne aussehen und ob es Conan gelingen wird den Geier-Kult zu vernichten, müsst ihr jetzt aber schon selbst herausfinden.

Die Handlung ist so simpel und geradlinig, wie man es von einer traditionellen Conan-Story zu erwarten hat. Das ist jetzt keineswegs negativ gemeint, denn letztendlich geht es ja darum den Hauptcharakter in diverse brenzlige Situationen zu bringen, aus denen er sich mithilfe seiner schier übermenschlichen Fähigkeiten befreien muss. Und genau dieses Schema bringt der Handlungsrahmen dieses Spiels auch recht gut herüber. Das Abenteuer führt Conan in sechs grundverschiedene Länder Hyboriens. Ob nun frostige Eishöhlen, feurige Vulkane, finstere Tempelanlagen voller Fallen, Kannibalen-verseuchte Dschungel oder eine blühende Hafenstadt. Die abwechslungsreichen Schauplätze und deren herausragende Atmosphäre bilden das Fundament auf denen dieses Spiel bestehen kann. Man merkt deutlich, dass sich die Entwickler ernsthaft mit dem Conan-Universum auseinandergesetzt haben und ihr möglichstes getan haben, um die einzigartige Atmosphäre der Bücher und Filme in ihrem Spiel einzufangen. Meines Erachtens ist ihnen das auch sehr gut gelungen!

 

Was mich nicht umbringt, macht mich härter

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Es sollte wohl niemanden verwundern, dass es in diesem Spiel hauptsächlich um Kämpfe geht. In seltenen Fällen gibt es zwar auch mal eine Jump-Passage zu bewältigen, Fallenmechanismen zu umgehen oder ein simples Schalter- oder Itemrätsel zu lösen, doch bildet die Nahkampf-Action den klaren Löwenteil. Das Geschehen findet hierbei, wie bei den meisten Spielen dieser Art, in Third Person-Perspektive einer dreidimensionalen Echtzeit-Umgebung statt. Die Bewegungssteuerung des Barbaren fällt dabei etwas schwammig aus, was aber auch an der drehbaren Kamera liegt, die leider nicht sehr gut in Zusammenarbeit mit der Bewegungssteuerung harmoniert. Besonders Jump-Passagen werden da zu einem echten Problem. Abgesehen davon, arbeitet die Steuerung aber sehr gut.

Zu Beginn steht aber erst einmal die Wahl aus drei verschiedenen Hauptspielmodi. Die da wären Neues Spiel, Schnelles Spiel und der Arena Modus. Herzstück ist freilich das „Neue Spiel“, in dem wir die Handlung von Anfang bis Ende erleben. Wählt man diesen Modus, hat man wiederum die Wahl aus den drei Schwierigkeitsgraden „Abenteurer“, „Krieger“ und „Croms Champion“. Und in diesen Schwierigkeitsgraden liegt bereits der größte Schwachpunkt im Spiel begründet. Spielt man auf „Abenteurer“, verkommt das Spiel über weite Strecken zum Casual-Spaziergang. Nur im letzten Fünftel wird es dann endlich anspruchsvoller. Auf der nächsten Stufe „Krieger“, ist das Spiel hingegen bereits so schwierig, dass man schon in den ersten paar Gebieten das Handtuch werfen möchte. Mir persönlich hat ein ausgewogener Schwierigkeitsgrad gefehlt, der irgendwo zwischen „Abenteurer“ und „Krieger“ angesiedelt ist. Wirklich ändern tun die Grade aber nur die Statistikwerte, die den Spielmechaniken zugrunde liegen. Das heißt, dass ausgeteilter und eingesteckter Schaden variiert und Conans Ausdauer auf höheren Graden schneller schwindet.
Aber wo wir schon mal dabei sind, gehen wir näher auf die Spielmechaniken ein: Beseitigte Gegner bringen Erfahrungspunkte, die man völlig selbstständig in 55 verschiedene Fähigkeiten investieren darf. Die meisten dieser Fähigkeiten müssen freilich erst einmal freigekauft werden und lassen sich anschließend noch zweimal verbessern. Bei den meisten dieser Fähigkeiten handelt es sich um Kampftechniken bzw. Angriffskombos, die einem das Kriegerleben deutlich erleichtern. Es gibt 35 Schwertkampf-Techniken, 15 Streitaxt-Techniken und 5 allgemeine Fähigkeiten. Etwas seltsam mutet die sture Fixierung auf Schwertkampf-Techniken an, denn es gibt im Spiel neben Schwertern und Äxten auch Morgensterne und die Schwertaxt zu finden. Für diese beiden Waffengattungen gibt es jedoch keine Techniken zu erlernen, was diese Waffen eher unattraktiv macht. Aber wie dem auch sei, in der Praxis lassen sich die zahlreichen Techniken recht gut umsetzen. Freilich werden diese durch entsprechende Buttonkombinationen losgetreten. Hierfür finden insgesamt fünf Buttons (Kreuz, Kreis, Quadrat, L2 und R2) Verwendung. Schön ist, dass das Spiel die Buttonkombinationen am linken unteren Bildschirmrand einblendet, so dass man immer im Blickfeld hat, was man gerade treibt. Und im Fähigkeiten-Menü kann man einsehen wie viel Schaden man mit den Techniken ausrichtet. Dieses überraschend umfangreiche und sehr gut umsetzbare Kampfsystem ist freilich der Schlüssel zum Sieg und auch der Grund, warum man auf höheren Schwierigkeitsgraden kein Land gewinnt. Schließlich muss man die effektiven Techniken erst mal freischalten und aufstufen, bevor man ernstzunehmenden Schaden anrichtet. Die hierfür notwendigen Erfahrungspunkte, hat man sich aber erst nach der ersten Spielhälfte zusammengespart.

Neben den Kampftechniken verfügt der Barbar freilich auch über ein Block-Manöver, welches aber nur gegen reguläre Angriffe nützt. Schwere Attacken durchbrechen den Block mühelos, weswegen man in diesem Spiel nicht wirklich mit einer billigen Block-Konter-Taktik davonkommt. Das liegt auch daran, das man sich meistens gegen eine Überzahl an Gegnern durchsetzen muss, die Conan oftmals von mehreren Seiten angreifen. Ein weiterer Aspekt, der einem auf höheren Schwierigkeitsgraden Probleme bereitet, ist der Ausdauer-Balken, welcher direkt unter der Lebensenergieanzeige dargestellt wird. Angriffe kosten den Barbaren ein gewisses Maß an Kondition, welche sich mit der Zeit von selbst regeneriert, oder mithilfe von Ausdauertränken aufgefüllt werden kann. Ist die Ausdauer jedoch aufgebraucht, was in höheren Schwierigkeitsgraden gegen stärkere Gegner leicht passieren kann, darf man keine Kombos mehr einsetzen, was die Konfrontationen freilich nicht leichter macht. Auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe hat der Ausdauerbalken jedoch keine Bedeutung mehr, da in diesem Modus nur minimale Ausdauer verbraucht wird und die Gegner recht schnell erledigt sind.

Interessanterweise nutzt dieses Spiel selbstständige Regeneration der Lebensenergie. Diese ist jedoch dermaßen langsam und ineffizient, dass man sie auch hätte weglassen können. Selbst wenn man diese Fähigkeit auflevelt, reißt das nichts raus. Oder habt ihr Lust nach jedem Kampf mehrere Minuten Däumchen zu drehen, um zu warten bis sich der blöde Balken aufgeladen hat? Bei solchen Dingen merkt man dann leider auch, dass die Entwickler versäumt haben dem Spiel den nötigen Feinschliff zu verpassen. Immerhin gibt es immer wieder mal kleine und große Heiltränke zu finden. Man darf sich sogar einen kleinen Vorrat davon im Inventar anlegen (fünf Kleine und ein Großer), wobei es dazu in den höheren Schwierigkeitsgraden wohl kaum kommen wird.
Um den Spieler weitere, effektivere Unterstützung zukommen zu lassen, wird man nach einer Niederlage im Kampf in Croms Reich geschickt. Dort darf man um ein Extraleben kämpfen, wofür man i.d.R. gegen eben jene Gegnertypen vorgehen muss, die uns zuvor den Garaus bereitet haben. Ein Tod durch einen Sturz oder eine Falle gilt jedoch als Ehrlos und führt ein sofortiges Game Over nach sich. Eine coole Idee, die jedoch im Endeffekt auch nicht über gewisse Balancing-Probleme hinwegtäuschen kann.

Ein wirklich großes Problem im Spiel, ist das nervige Speichersystem. Das Spiel erlaubt einem zwar überall nach eigenem Ermessen zu speichern, jedoch geht das nur, wenn man einen sogenannten „Heiligen Stein“ gefunden hat, und diese sind i.d.R. nicht gerade großzügig über die Level verteilt. Gerade auf den höheren Schwierigkeitsgraden wird man also speichern wollen, sobald man solch einen Stein gefunden hat. Schließlich gibt es im Spiel auch einige Fallen, die einen sofort töten und wer hat schon Lust darauf eine viertel oder halbe Stunde Spielzeit zu verlieren? Da nützt es mir dann auch nichts, wenn man bis zu vier von den Dingern horten darf. Gerade auf den höheren Schwierigkeitsgraden hätte ich mir gewünscht ohne derlei

Einschränkungen speichern zu dürfen, dann hätte ich es vielleicht auch auf höheren Schwierigkeitsgraden durchgeschafft.
Ein weiterer Punkt der nervt, ist das inkonsistente Ausrüstungssystem. Es lassen sich freilich neue Waffen und Rüstungsteile auffinden, doch werden die Rüstungsteile nicht in das nächste Kapitel mitgenommen. Auch bei den Waffen kann es passieren, dass bei einem Kapitelwechsel auf einmal einige Waffen abhanden kommen – ärgerlich. Ebenso ärgerlich ist die Tatsache, dass das Spiel keinen Einblick gewährt, wie effektiv die Waffen und Rüstungen denn nun eigentlich sind. Wenn man schon bei den Kampftechniken den Schadenswert in Nummern darstellt, frage ich mich, warum man das nicht auch bei der Ausrüstung getan hat? Aber immerhin fühlen sich die Waffen durchaus unterschiedlich an. Es macht schon einen Unterschied, ob man mit Schwert oder Morgenstern auf die Gegner einprügelt. In der Regel wird man jedoch das Schwert bevorzugen. Einerseits, weil dieses die größte Reichweite hat und andererseits, weil es dafür eben die meisten Techniken zu erlernen gibt.

Aber gehen wir nun auf die anderen beiden Spielmodi ein. Im „Schnellen Spiel“ wird man direkt mitten in das zweite Kapitel des regulären Spielmodus geworfen. Die Besonderheit hierbei ist, dass man jede Fähigkeit auf der ersten Stufe freigeschaltet bekommt. Allerdings ist Conan hier lediglich mit seinem Standard-Schwert ausgerüstet. Außerdem gibt es in diesem Modus keine Schwierigkeitsgrad-Anwahl. Man muss also im Schwierigkeitsgrad „Krieger“ zurechtkommen. Was der Witz an diesem Spielmodus sein soll, hat sich mir nicht erschlossen. Er dient höchstens dazu, dass man mal in die fortgeschrittenen Kampftechniken reinschnuppern kann. Aber dafür ist der ausgewählte Einstiegslevel eigentlich viel zu chaotisch und unübersichtlich. Ein absolut überflüssiger Spielmodus.

Interessanter ist da schon der „Arena Modus“, der wiederum in drei unterschiedliche Spielvarianten aufgegliedert ist:
Beim „Körperzählen“ geht es darum innerhalb von 10 Minuten so viele Gegner wie möglich wegzumetzeln, um Punkte zu kassieren. Ein besiegter Gegner steht hierbei für einen Punkt.
„Spieler gegen Spieler“ erklärt sich eigentlich von selbst. Es handelt sich um einen Zwei-Spieler Versus-Modus. Ich habe diesen Modus sogar mal ausprobiert. Er macht jedoch keinen echten Spaß, weil es nur darauf hinauslief, wer den ersten Treffer landete und den anderen Spieler somit im Stunlock festhalten konnte – überflüssiger Spielmodus.
In der „Zeitherausforderung“ hat man eine Minute Zeit, um möglichst viele Gegner zu töten und somit Punkte zu kassieren. Hat man eine Gegnerwelle rechtzeitig erledigt, wird das Zeitkonto wieder aufgefüllt.

Unabhängig davon, welche Variante man wählt, darf man hier aus 16 verschiedenen Kämpfern wählen, die allesamt ihren eigenen Satz Kampftechniken mitbringen und sich auch sonst voneinander unterscheiden. So gibt es neben typischen Kriegern auch flinke Assassinen. Conan selbst steht in diesem Modus jedoch nicht zur Verfügung. Darüber hinaus wirken die flinken aber schwachen Charaktere auf mich eher unbrauchbar. Aber egal. Neben der Wahl des Charakters, kann man sich noch eine von sechs Arenen aussuchen. Die Wahl entscheidet freilich, gegen welche Gegnertypen man bei Körperzählen oder Zeitherausforderung antreten soll. Alles in allem wirkt der Arena Modus aber nur wie Streckung des Spielinhalts. Kann mir nicht vorstellen, dass 99 % der Spieler mehr als ne halbe Stunde in diesem Modus verbringen werden.

 

Grafik, Sound und weiteres

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Eine der Stärken von Conan ist die gelungene Grafik. Die Locations wurden abwechslungsreich und detailliert gestaltet und auch der Farbwahl gelingt es, die Umgebungen sowohl düster-atmosphärisch als auch lebendig-farbenfroh wirken zu lassen. Auch Conan selbst wurde angemessen eindrucksvoll gestaltet, wobei jedoch klargestellt werden muss, dass sein Aussehen aus den Risszeichnungen der Buchvorlagen von Robert E. Howard übernommen wurde. Wer unbedingt in der Gestalt von Schwarzenegger spielen möchte, wird also enttäuscht. Wo die Grafik jedoch nachlässt, ist in der Gestaltung von NPC’s und Gegnern. Diese wurden i.d.R. leider nicht mit derselben Detailverliebtheit gestaltet wie der muskelbepackte Protagonist, was doch etwas irritiert. Dafür entschädigen die gelungenen Animationen der zahlreichen Kampftechniken und -kombos. Das Niveau von damaligen Triple A-Produktionen sollte man zwar nicht erwarten, aber die Atmosphäre des Hyborischen Zeitalters wird hier ohne weiteres eingefangen.

Wirklich beeindrucken kann jedoch der phänomenale Soundtrack der absolut perfekt zum Szenario des Hyborischen Zeitalters passt! Der Komponist Lubomír Ruttkay hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Vor allem die düsteren Chorgesänge bei Bosskämpfen erzeugen eine unglaublich dichte Atmosphäre. Ohne weiteres einer der besten Game-OSTs die ich jemals gehört habe. Gott sei dank gibt es den kompletten OST auf Youtube zu finden. Ihr solltet unbedingt mal reinhören, es lohnt sich!
Lobenswert ist weiterhin, dass man Thomas Dannenberg, den Synchronsprecher von Arnold Schwarzenegger, als Stimme für Conan gewinnen konnte. Leider wirkt Dannenbergs Leistung etwas durchwachsen. Manchmal leistet er gute Arbeit, aber hin und wieder wirkt er auch recht lustlos, so als ob er nur seelenlos von seinem Script herunterlesen würde. Insgesamt nur eine durchschnittliche Leistung von Arnies Stimme. Die anderen Sprecher leisten da glücklicherweise solidere Arbeit.

Etwas enttäuschend fand ich den zahmen Umgang mit Gewalt. Es entstehen durch die Kämpfe zwar kleinere, kaum auffallende Blutlachen und nicht-menschlichen Gegnern wie Riesenskorpionen darf auch mal ne Schere abgehackt werden, aber das war es auch schon. Richtige Blutspritzer oder abgehackte Köpfe wie im Kinofilm von 1982 sucht man vergebens. Das ist insbesondere deswegen ärgerlich, weil manche Beschreibung für bestimmte Kampftechniken was anderes suggerieren. So gibt es zum Beispiel den „Kopfschneider“, wo irgendwas von einem „sauber abgetrennten Kopf des Gegners“ geredet wird. In der Praxis bleibt der Kopf freilich dran. Andernfalls wäre das Spiel wohl auch auf dem Index gelandet, wenn man es in dieser Hinsicht vernünftig umgesetzt hätte.^^

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Unsere Wertung
USK 18 PEGI 18
Singleplayer
73
59
44
Multiplayer

Volker sagt:

Trotz aller Mängel mag ich das Spiel. Aber ich bin auch ein großer Fan der Vorlage, sei es nun die Original-Erzählungen von Robert E. Howard, die Zeichentrickserie oder die Verfilmungen mit Arnold Schwarzenegger oder Jason Momoa – Conan geht immer! Glücklicherweise haben die slowakischen Entwickler das Wichtigste richtig gemacht, nämlich die unvergleichliche Atmosphäre des Hyborischen Zeitalters gekonnt umzusetzen. Audiovisuell wird man jedenfalls richtig gut unterhalten und auch das Kampfsystem mit seinen zahlreichen Angriffskombinationen weiß zu gefallen. Wenn man jetzt noch einen vernünftigen Schwierigkeitsgrad, eine uneingeschränkte Speicheroption und eine saubere Bewegungssteuerung angeboten hätte, wäre ich richtig begeistert vom Spiel gewesen. So ist es aber immer noch eine Empfehlung wert – zumindest für echte Conan-Fans. Und die sind ja auch immerhin das Hauptpublikum für dieses Spiel. Neutrale Spieler haben jedoch wesentlich bessere Games zur Auswahl, wie z.B. Demon Stone oder die Onimusha-Reihe. Aber wie gesagt: Conan-Fans dürfen ruhig zugreifen.
MS WindowsNintendo GamecubePlayStation 2Xbox Classic

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Kommentare zu: "Conan REVIEW"

  1. Ben Lehensteiner sagt:

    Die Neuauflage Conan Exiles wird der Hammer! Es ist eine Mischung aus ARK und richtigem RPG Elementen! VG Ben

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