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Assassin’s Creed Origins REVIEW

Nach zwei Jahren Abstinenz schickt Ubisoft mit Assassin’s Creed Origins eine seiner bekanntesten Marken zurĂĽck ins Rennen um die begehrte Krone der besten Videospiele, die vor allem zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft in HĂĽlle und FĂĽlle veröffentlicht werden. Die Frage, die sich Fans, Gerne-Liebhaber und Neueinsteiger nun stellen ist, ob Origins all das in sich vereint, was die letzten Teile vermissen lieĂźen? Erwartet uns also eine packende Story mit schöner Optik und durchdachten Mechaniken?

 

Neue, alte Welt

Einmal im Spiel angekommen, fallen zwei Dinge sofort auf. Zum einen „ja“, das Spiel fühlt sich noch immer nach einem waschechten Assassins Creed an. Und zum anderen, Ubisoft hat sich bei seinem neusten Streich eher für die Frischzellenkur entschieden, denn innerhalb des Assassinen-Universums hat man sich offensichtlich Gedanken darüber gemacht, wie man die Serie weiter vorantreiben möchte und was man noch anders machen könnte, um die Faszination zurückzubringen.

Assassin’s Creed Origins nimmt uns diesmal mit, das alte Ägypten zu erkunden. Neben den vielen verborgenen Geheimnissen, die es zu entdecken gilt, will uns der Titel aber wieder eine Geschichte erzählen. Nun endlich wird uns der Ursprung der Assassinen-Bruderschaft zugänglich gemacht, auf der so viele Abenteuer beruhen. Die gesamte Erzählung wird uns in Flashback-Momenten nach und nach vorgetragen. Serientypisch erleben wir die Story als reine Erinnerung, welche durch den sogenannten „Animus“, eine Art Kammer, die Gedanken an ein früheres Leben zurückbringt. Die betroffene Person, in diesem Fall Layla, welche wir innerhalb der ersten Spielstunden kennenlernen, erlangt mithilfe von DNA Proben verstorbener Personen die Erinnerungen ihrer Vergangenheit wieder. Über diese Rückblende wird uns Bayek zugänglich gemacht, den wir fortan steuern.

 

Treu den Prinzipien

Hauptsächlich geht es abermals darum, Tötungsdelikte so auszuführen, dass unser Assassine so lange wie nur möglich unbemerkt bleibt. Mithilfe einer kleinen Klinge hinterrücks oder mit einem gezielten Sprung aus der Luft, sind die meisten Aufgaben zu meistern. Leider ist dieses unscheinbare Mordinstrument nicht von Beginn an verfügbar und verlangt von Bayek anfänglich, seine Fäuste vermehrt zu nutzen. Wer zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und einem direkten Kampf kaum noch entrinnen kann, wird zu den größeren Geschützen greifen müssen. Neben dem Säbel, der perfekt für den Nahkampf geeignet ist, sind auch Fernwaffen, dank Pfeil und Bogen berücksichtigt. Dennoch sollten die Gegner nicht unterschätzt werden, da sie euch oftmals in Gruppen ans Leder wollen.

Aber nicht alle Aufträge münden in Gewalt. Gelegentlich spielt ihr Laufbursche und bringt vorgegebene Objekte zum Auftraggeber. Dies erfindet Assassin’s Creed Origins nicht neu, lockert aber zwischen all den Auftragsmorden auf. Um euer Ziel zu finden, gibt es abermals einen kleinen Wegweiser angezeigt. Gleichzeitig könnt ihr aber auch euren Adler in die Höhen schicken, der für euch das Gebiet und die Platzierungen der Feinde ausspäht. Der höchste Punkt des Areals dient ebenfalls dazu, sich einen Überblick über alle sichtbaren Landstriche zu machen und dieses zu synchronisieren. Dies erinnert sehr stark an die Türmer aus den Vorgängern, welche man eroberte, um die Karte aufzudecken.

Dennoch sei zu den Missionen noch gesagt, dass hier einige Ermüdungserscheinungen auftreten können. Insbesondere die Art der Nebenmissionen wiederholen sich ständig und wirken dadurch nach mehrfacher Annahme recht eintönig bis stupide.

 

Das Rollenspiel lässt grüßen

Die wohl größten Neuerungen in Assassin’s Creed Origins sind die implementierten RPG-Elemente. Das bedeutet, der aktuelle Teil verbindet die klassischen Action-Parts mit frischen Rollenspiel-Eigenschaften, die dem Titel noch mehr Tiefe verleihen. Anders als in den Vorgängern, verlangt unsere Hauptstory nun einen gewissen Charakter Level ein. Dies setzt wiederum voraus, dass wir unseren Assassinen zunächst hochleveln müssen, um seine Attribute zu steigern. Durch das Sammeln von Erfahrungspunkten, welche wir bekommen, indem wir neue Gebiete entdecken, Gegner töten oder Nebenmissionen abschließen, wird Bayek immer stärker und kann dementsprechend zu den Hauptquests vordringen, die vorab noch zu viele Gefahren beherbergten. Wer wie in den Vorgängern lieber linear von Storymission zu Storymission gelaufen ist, der wird hier unter Umständen auf eine harte Probe gestellt. Alleine für die Story darf man gut und gerne über 20 Spielstunden einplanen. Für einen hundertprozentigen Spielstand können es auch gerne bis zu 100 Stunden werden. Doch nicht nur der Charakter ist levelgebunden, auch Gebrauchsgegenstände wie Waffen, Schilde und Rüstungen sammelt man nach und nach mit einer immer höheren Stufe und daraus resultierenden besseren Eigenschaften ein.

Neben vertrauten Animationen und dem Gefühl, endlich wieder ein Assassins Creed spielen zu können, wirken die RPG-Elemente innerhalb des Abenteuers zu Beginn etwas ungewohnt. Das Level-System ist allerdings zu jeder Zeit fair und auch Gegner, die einen oder zwei Level über eurem eigenen Protagonisten stehen, gewähren euch eine Chance auf einen Sieg. Sollte man dennoch den virtuellen Tod erleiden, ist der Zurücksetzungspunkt meist fair gesetzt. Das bedeutet für den Spieler, dass er recht nahe an jenen Ort zurückkehrt, an dem ihm der Exitus ereilt hat.

Und damit noch nicht genug, denn unser Protagonist Bayek besitzt einen Talentbaum. Mit jedem Levelaufstieg bekommt ihr einen Fähigkeitspunkt zugeteilt. Mit diesen Punkten erlernt der furchtlose Assassine nach und nach weitere Fähigkeiten, die ihm bei seiner Reise oftmals zugute kommen. So erlangt er ferner mit den Fähigkeiten des Kopfschusses oder Meucheln mehr Erfahrungspunkte. Andere Skills ermöglichen wiederum eine höhere Gewinnoptimierung oder machen euren Adler zu einer Waffe, da er Gegner vorab aus der Luft angreift.

 

Eine Welt voller Wunder

Assassin’s Creed Origins setzt wie seine Vorgänger auf eine offene Welt, die mit vielen Details gespickt ist. Pyramiden, Tempel und Wüsten zeichnen weite Teile des Spieles aus. Gleichzeitig geht es aber sogar Unterwasser weiter, um von Schiffen und dessen Mannschaft unentdeckt zu bleiben. Allgemein dient jeder Schauplatz wieder als perfekter Unterschlupf, um den Verfolgern zu entschwinden, die nicht selten nach eurem Leben trachten. Wie bereits prägend für die Reihe, ist keine Mauer zu steil und kein Gebäude zu hoch, um es nicht zu erklimmen. Und so sind wir schnell aus dem Blickfeld verschwunden und sichern die eigene Lage damit wieder, um ferner weitere Pläne mit aller Ruhe umzusetzen.

Dörfer durchstöbern oder mit Pferd und Kamel weitere Strecken zurücklegen, um den verschiedenen Aufträgen nachzukommen, ist nur ein kleiner Teil des umfangreichen Abenteuers. Und um all den aufkommenden Gefahren dauerhaft zu trotzen, können jedwede Utensilien verstärkt werden. Benötigte Materialien lassen sich schnell in der Tierwelt finden. Dementsprechend wird der Assassine nicht nur zum Meuchelmörder, sondern gar zum Jäger, was dem Spiel noch mehr Abwechslung verleiht und gegenüber den Vorgängern weitere Frische in die Mechaniken verfrachtet.

 

Technik

Grafisch macht Assassins Creed Origins einiges her und lässt kaum Wünsche offen. Die Umgebung sieht einfach fantastisch aus, egal ob die wirklich gelungenen Wassereffekte, der schön inszenierte Tag und Nacht Zyklus mit einhergehenden Lichteffekten, oder aber der endlich große Weitblick einer wirklich großen Welt, ohne störende Nebelbänke, die einem nach gefühlt 100 Metern schon das Sichtfeld rauben. Selbst Effekte, die für viele belanglos wirken, wie das Korn das im Wind weht, zeigt die Intensität der Entwicklung.  Selbstverständlich verzichtet das Spiel nicht auf alte Gemäuer, grüne Palmen, eine wundervolle Flora und eine lebendige Fauna, die im Gesamten für einen Hauch an Perfektion sorgen.

Der Sound ist passend eingebracht und setzt die jeweilige Situation gekonnt in den Fokus des Geschehens. Zu den Klängen ist aber selbstverständlich wieder eine deutsche Sprachausgabe implementiert worden. In der Lokalisation wird beispielsweise mit Akzenten gearbeitet. Insbesondere durch Gespräche unter den Dorf- bzw. (je nach Setting) Stadtbewohnern, wird die altertümliche Kulisse verstärkt. Nichtsdestotrotz bleibt zu erwähnen, dass das deutsche Sprachpaket erst einmal heruntergeladen werden muss und nicht gleich mit Spielstart zur Verfügung steht. Deutsche Untertitel gibt es aber auch ohne einen Download.

Die Steuerung ist fĂĽr einige Spieler in den ersten Minuten vielleicht ein wenig ĂĽberladen, kann aber mit ein wenig Einarbeitungszeit schnell verinnerlicht werden. Selbstverständlich bringt ein ausgebildeter Assassine mehr als nur eine Kampftechnik mit. Der Wechsel zwischen Nah- sowie Fernwaffen geht leicht von der Hand. Die Verwendung von Rauchbomben sowie die Nutzung verschiedener Manöver, die aus dem Hinterhalt geschehen, sind weiterhin Bestandteil des aktuellen Assassin’s Creed.

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Unsere Wertung
USK 16 PEGI 16
Singleplayer
90
90
-
Multiplayer

Rena sagt:

Nun bleibt zum Schluss die Frage noch einmal erwähnt, ob sich die kleine Auszeit gut für die Reihe ausgewirkt hat. Und hier kann ich ein deutliches "ja" weitergeben. Fürchterliche Glitches oder eine halbherzige Story sind Assassin's Creed Origins völlig fremd. Mit den neuen Rollenspiel-Elementen und all den Haupt- sowie Nebenaufgaben, kann das Spiel euch gut über 100 Spielstunden fesseln. Eine weitläufige, wunderschöne und detailverliebte Welt gibt ihr Übriges dazu. Zudem gibt es viele überraschende Storyparts, die einem kurz den Atem stocken lassen. Und somit ist es nicht verwunderlich, dass bereits jetzt einige Spieler so angetan sind, dass sie Assassin's Creed Origins zu ihrem Lieblingsteil küren. Selbst wir sind so begeistert und finden, dass dieser Teil mit zu den besten Umsetzungen des Franchise gehört. Ubisoft und das zugehörige Entwicklerteam haben ihre Hausaufgaben definitiv gemacht!
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