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A Silent Voice REZENSION

Wie auch Spiele kommen Animes in allen Farben, Formen, Formaten und aus allen möglichen Genres. Auch wenn Shounen, Action und Fantasy Animes wie etwa Blue Exorcist (meine Review zu Volume 1 und Volumne 2), Beyond the Boundary (meine Review zu Volume 1 hier) oder Naruto (meine Review zum neusten Film hier) zu meinen liebsten Serien und Filmen gehören, schaue ich auch gerne „realistischere“ Animes mit etwas mehr Dramatik und emotionaleren Thematiken. Dazu zählt auch der Film A Silent Voice, der sich um Verlust, Leiden, Mobbing, aber auch Freundschaft und Erlösung dreht. Anime-Kennern ist der Film bestimmt ein Begriff, da er den Ruf hat, einer der besten Produktionen aus dem Jahr 2016 zu sein. Bei Myanimelist liegt der Film mit über 150.000 Bewertungen auf Platz 10 aller bisher erschienen Animes. Von daher war ich mehr als gespannt, als ich A Silent Voice ansehen durfte.

 

Eine Stumme Welt

Auch wenn die Welt fĂĽr Shoku stumm und tonlos ist, gibt es fĂĽr sie etwas viel Schlimmeres: Ihre MitschĂĽler…

Ein kurzes Vorwort zu Spoilern: Keine Sorge, ich erzähle weder vom Ende, noch greife ich der Story zu viel vor. Viel mehr möchte ich einen kurzen Einstieg in die Story schaffen, damit ihr wisst, ob euch A Silent Voice genauso begeistern kann wie mich!

Shoya ist einer der beliebtesten Schüler in der Grundschule und ist nie um eine freche Bemerkung verlegen. Allerdings ist ihm nicht klar, wie schnell und grundlegend sich bald für ihn alles ändern wird. Das etwas nicht stimmt, merkt er schon, als eines Tages sein Lehrer die neue Mitschülerin Shoko vorstellt. Als sie aufgefordert wird, sich vorzustellen, reagiert sie zunächst nicht. Kurz darauf tippt der Lehrer sie an – und Shoko zückt ein Schulheft und beginnt zu schreiben. Mit mehreren Seiten stellt sie sich vor und erklärt, dass sie taubstumm ist und nur mit Zettel und Stift kommunizieren kann, sich aber trotzdem sehr auf ihre neue Klasse freut.

Shoya ist zunächst fasziniert von seiner neuen Mitschülerin, gleichzeitig aber auch abgestoßen. So fremdartig, so unverständlich ist ihre Art. Zunächst beginnt er Witze zu machen und sich über sie lustig zu machen. Und auch die anderen Mitschüler reagieren mehr oder weniger genauso. Nichtsdestotrotz versucht Shoko Freunde zu finden und hilft wo sie nur kann. Schnell wird aus dem Witzen Mobbing, unter dem die taubstumme Shoko leidet – bis sie schließlich erst einige Tage fehlt und dann komplett die Schule verlässt.

Mit dem Weggang von Shoko erfahren der Direktor und die Lehrer vom Mobbing in der Klasse und stellen sie zur Rede. Schnell wird Shoya beschuldigt und die gesamte Klasse stellt sich gegen ihn. So beliebt er anfangs war, so unbeliebt und einsam ist er nun – auch in der folgenden Oberschule. Sein Ruf folgt ihm überall hin, er beginnt sich abzuschotten und alleine zu sein. Isoliert wie er ist verfällt Shoya in tiefe Depressionen, viel schlimmer sind für ihn aber die Selbstvorwürfe für das, was er Shoku damals angetan hat.

Soviel zur Ausgangslage des Films, denn danach überschlagen sich die Ereignisse wie es so schön heißt. Es wird gezeigt, wie grausam Kinder und Jugendliche sein können, aber auch, wie viel Worte und Taten anrichten können. Außerdem wird sehr emotional das Verhältnis von Shoku und Shoya thematisiert und deren Umgang mit ihrer Umgebung, von der sie beide isoliert sind. Während Sohku nichts hört nimmt Shoya viele Menschen überhaupt nicht mehr wahr und schaut ihne nicht mehr ins Gesicht. Die Story ist spannend, fesselnd, mal traurig, mal schön und einfach vollkommen. Die Charaktere werden alle vielschichtig und komplex dargestellt und überraschen immer wieder aufs Neue. Man fühlt mit den einzelnen Charakteren mit und fiebert dem Ende entgegen – welches ebenso gut gelungen ist, wie der restliche Film. Am Ende ist man sowohl begeistert von der tollen Story, als auch traurig, dass es nun vorbei ist.

 

Magie pur

Die technische Umsetzung der Manga-Vorlage ist hervorragend gelungen und weiĂź zu ĂĽberzeugen.

Die Bilder sind wunderschön gezeichnet und animiert worden, sodass A Silent Voice auch grafisch einiges hermacht. Schöne Schauplätze erstrahlen in leuchtenden Farben, aber auch regnerische, deprimierende Tage werden authentisch dargestellt. Ebenfalls die Darstellung der Emotionen und Gesichtsausdrücke der Charaktere ist hervorragend gelungen und lässt die Geschichte noch näher und realer wirken. Überall verbergen sich Details, die es zu entdecken und beobachten gilt. Auch die Schnitttechnik mit unterschiedlichen Perspektiven ist gut gelungen.

Die Review-Ausgabe von A Silent Voice enthielt nur deutsche Vertonung, sodass ich zur japanischen Vertonung leider nichts sagen kann. Die deutsche Vertonung ist aber definitiv sehr gut gelungen. Oft bleibt bei Animes die deutsche Tonausgabe hinter der englischen und vor allem japanischen Version zurück – das ist hier aber nicht der Fall. Die Sprecher wurden passend ausgewählt und vertonen die Charaktere authentisch und lebensecht, besonders die Stimme der tauben Shoku wird gut umgesetzt. Nicht zuletzt die Sprecher sind wichtig bei einer emotionaleren Story, um Mitgefühl und Anteilnahme auszulösen. Auch hier wurde alles richtig gemacht. Der orchestrale Soundtrack ist auch stimmig und passend und unterstützt die verschiedenen Stimmungen im Film.

 

Fazit

Der Film erfüllt die hohen Erwartungen, die das Internet bei mir geschürt hat! Die Story wurde toll und mitreißend geschrieben und hält einen bis zum Ende fest, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Der Verlauf ist spannend, die Charaktere vielschichtig geschrieben und auch das Ende weiß zu überzeugen. Auch bei der Umsetzung wurde sich viel Mühe gegeben, die man in der tollen Grafik und der guten Vertonung spüren kann. Somit kann ich definitiv eine uneingeschränkte Empfehlung für A Silent Voice aussprechen und hoffe, dass ihr genau so fasziniert sein werdet wie ich!

 

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