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Max: The Curse of Brotherhood REVIEW

max the curse of brotherhood banner

Wie oft unterschätzt man Indietitel, die anfänglich weniger mit Inspiration glänzen, jedoch nach und nach ihre Vorzüge entfalten. Max: The Curse of Brotherhood für die Xbox One ist so ein Titel, der mit einer simplen und unscheinbaren Story anfängt, aber gameplaytechnisch so manch großen Titel übertrumpft.

 

Max in der Schuld

Max The Curse of Brotherhood Screenshot1

Natürlich braucht jede Geschichte ihren Anfang und so geschieht es, dass der Junge Max seinen Bruder weg wünscht, da dieser wieder einmal mit dem falschen Spielzeug hantierte. Das dieser Wunsch jedoch binnen weniger Sekunden in Erfüllung geht, ist für Max jedoch ein Schock. Ein großes Portal öffnet sich und der kleine Bruder wird von einer unbekannten Gestalt gepackt und in eine andere Welt gezogen. Bereits mit einem Schuldbewusstsein ausgestattet, springt der namengebende Titelheld sogleich hinterher, um die kleine Nervensäge zu erretten.

Kaum durch das Portal gesprungen, geht das Jump´n Run auch schon los. Ihr springt und rennt durch mehrere Kapitel, die allesamt immer neue Gefahren bieten. Um dem Ganze noch ein wenig Schwung zu verleihen, werdet ihr nicht selten von Scheusalen verfolgt, die euch regelrecht dazu zwingen, den Parcours mit Bravour hinzulegen und die Fehler so gering wie möglich zu halten. Das heißt, Max hopst über Barrikaden, klettert flink an Seilen hoch und schwingt von einer Plattform zur anderen. Was natürlich jetzt weniger spektakulär klingt, baut sich im Gameplay noch weiter aus, denn leider misslingt der erste Rettungsversuch und die Reise wird fortgesetzt in Gebieten, die für einen kleinen Jungen kaum begehbar sind. Glücklicherweise bekommt Max einen Zauberstift überreicht, mit dem er nun die Umgebung beeinflussen kann. Mithilfe dieses nützlichen Utensils kann er aus dem Boden Plattformen zaubern und Pflanzen in ihrer Länge erweitern. Zwar werden die Orte dafür vorgegeben, sind dadurch aber natürlich bestmöglich eingebracht und sichern ein optimales Vorankommen, sofern ihr schnell genug reagiert.

Zeitdruck ist nämlich ein Bestandteil von Max: The Curse of Brotherhood, der immer wieder abverlangt, in Sekundenschnelle die vorgesehenen Orte zu nutzen, um immer neue Teile des Levels zu erreichen. Dabei wird auch ein wenig an das Denkvermögen appelliert, denn nicht selben müsst ihr die Pflanzen gekonnt formen, um auf das nächste Podest zu gelangen. Kunstvoll geschwungen, kann die grüne Pflanze aber auch wieder abgetrennt werden, um sie dann zu einer anderen Stelle zu bewegen, die Max erschließen mag. Gelegentlich wird ihm das mithilfe von Kisten aber auch noch einfacher gemacht, die er ab und an mit erschaffenen Plattformen kombinieren muss.

Mit derselben Technik wird es Max aber auch möglich sein, Fallen zu umgehen und für die Verfolger wiederum auszulösen. Somit dient der verzauberte Stift in Kombination mit eurem Versand als Waffe, die jedoch nur an gewissen Orten eingesetzt werden kann.

 

Technik

Schon oft konnten Indititel mit ihrer Optik begeistern und auch Max: The Curse of Brotherhood schafft es, das Auge des Spielers mit gestochen scharfer Grafik zu verwöhnen. Dabei wird das Spiel hauptsächlich in einer zweidimensionalen Welt vorgeführt, dass ein wenig an die Klassiker von Super Mario erinnert. Im Spielfluss selbst ändert sich die Perspektive aber auch gelegentlich und gibt dem Ganzen einen besonderen Feinschliff. Ebenso hervorheben muss man die abwechslungsreiche Umgebung, die wirklich wundervoll detailliert wurde und so keine Beanstandung bedarf. Ergänzt wird die wunderschöne Grafik noch durch tolle Cutscenes, die den Verbleibt des kleinen Bruders von Max oftmals erläutern.

Soundtechnisch ist Max: The Curse of Brotherhood ebenso gelungen und ergänzt die bunte Optik mit einer Vielfalt an Klängen. Eine englische Sprachausgabe wird mit deutschen Bildschirmtexten untermalt. Nur die Steuerung ist ein wenig fummlig, gerade wenn der Zauberstift mit ins Spiel kommt. Unter dem Zeitdruck der gelegentlich aufkommt, passieren sicherlich auch einige ungewollte Kommandos, die zum Exitus von Max führen. Eine kleine Eingewöhnungszeit sollte dem aber entgegenwirken.

Unsere Wertung
USK 6 PEGI 7
Singleplayer
80
80
-
Multiplayer

Rena sagt:

Max: The Curse of Brotherhood ist ein lustiges Jump n' Run, das unter den Indiegames eine optische Wohltat preisgibt. Mit verschiedenen Szenarien, die sich sehr abwechslungsreich gestalten, kann der Titel eine gewisse Zeit bei Laune halten, aufgrund der Schwierigkeit aber auch oft genug für Frust sorgen. Dennoch ist es ein gelungener Genrevertreter, der insbesondere auf der Xbox One nur wenig Konkurrenz hat.
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