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Star Ocean: The Last Hope REVIEW

Star Ocean ist eine Reihe, die nicht erst seit der letzten Konsolen-Generation fĂŒr Begeisterung sorgte. Die AnfĂ€nge sind bereits auf dem Super Nintendo zu finden und konnten in ihrer Variation immer weiter ausgebaut werden. Der Ableger “The Last Hope” durfte aber auch hierzulande breitere Massen von sich ĂŒberzeugen und entstammt aus der Erfolgsschmiede von Square Enix. Dies merkt man auch schnell mit den ersten Spielminuten, die stark an weitere IPs des Publishers erinnern. Dennoch hat Star Ocean: The Last Hope seinen ganz eigenen Charme, den ich in einigen Zeilen vortragen möchte.

 

Auf ferner Mission

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Die Story beginnt in der Zukunft, denn wir schreiben das Jahr 2087. Die letzten Überlebenden des Dritten Weltkriegs erheben sich aus den TrĂŒmmern der VerwĂŒstung. Ohne eine sichere Zuflucht auf der inzwischen vollstĂ€ndig zerstörten Erde, beschließen die verbleibenden Nachkommen der menschlichen Rasse, eine neue Heimat auf fernen Planeten zu suchen. Und genau hier kommt ihr ins Spiel, denn ihr steuert die Helden dieses beschwerlichen Abenteuers – allem voran Edge, ein junger KapitĂ€n, der die Mission, die Entdeckung einer neuen Welt starten soll. Somit wird euch mit dem ersten Landeplatz auch schon eine riesige begehbare Welt geboten, die mehr als nur eine Zuflucht sein wird.

Die ersten Scharren an Gegnern bleiben euch zwar noch fern, nichtsdestotrotz warten viele Aufgaben auch euch. So könnt ihr euch Informationen von Leuten holen, die scheinbar nur auf eine Konversation warten. Die besonderen Eigenschaften eines Rollenspiels bleiben dennoch in den einzelnen KĂ€mpfen verborgen, die in Star Ocean: The Last Hope in Echtzeit durchgefĂŒhrt werden. FĂŒr den Kampf selbst wird aber ein neuer Bildschirm geöffnet, wie vergleichsweise in einer rundenbasierten Schlacht. Zusammen mit euren Partymitgliedern, könnt ihr durch einen einzelnen Knopfdruck die Monster bezwingen, solltet dabei aber auch nie eure eigene Gesundheit außer Acht lassen. NatĂŒrlich besitzen die verschiedenen Charaktere, die tapfer eure Mission begleiten, besondere Spezialattacken, die taktischen Vorteil nach ihrer AusfĂŒhrung schaffen können. Mit großartigen Zaubern, wie aus anderen Square Enix Spielen gewohnt, braucht man hier jedoch nicht zu rechnen.

Als weitere kleine SchwĂ€che werden die KĂ€mpfe ab und ab recht unĂŒbersichtlich, was auch an der Kameraperspektive liegt, die sich einfach an falschen Stellen fixiert. Zum Leidwesen des Spielers fallen dadurch nĂ€mlich einige eurer Partymitglieder sowie einige Feine aus dem Bild. Dieser unerwĂŒnschter Nachteil nutzt die feindliche Seite gar aus und greift an, ohne dass ihr davon viel mitbekommt, geschweige denn, gekonnt reagieren könnt.

 

Eine Partie mit der Party

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Eure tapfere Truppe besteht aus 4 Mitgliedern gleichzeitig, die alle im Fern- oder Nahkampf auf die Monster losstĂŒrmen. Im Kampf selbst wird euch gewĂ€hrt, auf alle Charaktere zurĂŒckzugreifen und so Vorteile in regelrechte Chancen umzuwandeln. Nach und nach vergrĂ¶ĂŸert sich eure Truppe sogar, was eure Reise in fremde Welten ebenso erleichtert und den jeweiligen KĂ€mpfen mehr Variationen schenkt.

Wie in jedem ausgereiften Rollenspiel, dienen die Schlachten zwischen eurer Party und der Monsterschar aber noch zum VerstĂ€rken eurer Attribute. Ein Level-Up-System wertet jene Charaktere auf, die eine gewisse Anzahl an Expertenpunkte eingeheimst haben, die wiederum nur durch einen Sieg in euren Besitz wandern. Eine Übermacht werdet ihr dennoch nicht, denn mit dem Vordringen in immer neue Welten, erhalten auch die Bestien eine erhöhte Kraft und Resistenz gegen Attacken. Nebenher besitzen die Gegner die Gabe, weitere Helfer herbeizurufen und aus einer StĂ€rke von 4 Einheiten, schnell 8 Kontrahenten zu schaffen.

In den Dörfern die ihr bereist, dĂŒrfen eure Protagonisten Nebenquest annehmen, die es zum Beispiel beinhalten, Dinge zu sammeln die Monster bei gewonnenen KĂ€mpfen abwerfen. Gesammelte Objekte, die wiederum auf dem ersten Blick als sinnlos erscheinen, können zu brauchbaren Dingen umgewandelt werden. Dazu wird ein Rezept gekauft oder mit etwas GlĂŒck evtl. sogar gefunden. Sind die benötigen GegenstĂ€nde gesammelt, kann endlich das Item, die Waffe oder der Zauber kreiert werden. Dies motiviert ziemlich und streckt die ohnehin schon lange Spielzeit enorm, ohne zu langweilen. Als kleine HĂŒrde haben die Entwickler jedoch dafĂŒr gesorgt, dass dies nur an Bord eures Raumschiffes möglich ist und so heißt es oft, lange beschwerliche Reisen auf sich zu nehmen. Ähnlich ist es mit dem Sichern des Spielstandes, denn bis ein Speicherpunkt gefunden ist, können schon einige Minuten ins Land gezogen sein.

 

Technik


Bislang klingen die Zeilen sicher solide, mĂŒssen im Bereich der Technik aber noch ein wenig abgeschwĂ€cht werden. Denn ich möchte unter anderem kurz erwĂ€hnen, dass die Monster leider etwas langweilig gestaltet sind und in keinster Weise mein Auge beeindrucken, wie es wiederum bei anderen Genre-Vertretern gelingt. Die große spielbare Welt, die ebenso wenig mit Raffinesse begeistert, kann diesen Fehler daher leider auch nicht ausbĂŒgeln. Zudem ist die Welt, die sehr weite Landstriche bieten kann, etwas unĂŒbersichtlich ins Spiel eingebracht, was zu mancher Orientierungslosigkeit fĂŒhrt. GlĂŒcklicherweise gibt es eine kleine eingeblendete Karte, die jedoch nur bedingt weiterhilft. Um in Star Ocean: The Last Hope aber nicht nur negative Worte zu veranschlagen, möchte ich kurz die tollen Charaktere hervorheben, die besonders angenehm aus dem Gesamtbild hervorstechen. Ferner schafft es auch die Stadtkulisse, ein wenig der Kritik aus meiner Feder verblassen zu lassen.

Wenn man dann durch die triste Landschaft lĂ€uft, wird dies noch mit stĂ€ndig gleicher Musik unterlegt, die man irgendwann nicht mehr hören kann. Die akustische Kulisse werten die Entwickler allerdings wieder in den Cutscence auf, die das gesamte Jrpg bereichern. Das Typische von Square Enix Spielen ist zudem, dass wieder einmal darauf verzichtet wurde, die Figuren mit deutschen Stimmen auszustatten, so ließt man sich stattdessen mĂŒhevoll durch Massen von deutschen Bildschirmtexten.

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Unsere Wertung
USK 0 PEGI 3
Singleplayer
71
71
-
Multiplayer

Rena sagt:

Star Ocean: The Last Hope hat sicherlich eine große Fanbase, die diese Art meiner Kritik kaum verstehen wird. Doch differenziert man zwischen den erhĂ€ltlichen Genre-Vertretern, hat das Spiel schon einige auffĂ€llige SchwĂ€chen. Gameplaytechnisch wurden aber wundervolle Elemente verbaut, die dauerhaft bei Laune halten und von der schwachen PrĂ€sentation absehen lassen. Wer also wieder einmal eine gigantische Welt bereisen möchte, um sich dutzenden Aufgaben zu stellen, wird die Investition keinesfalls bereuen.
Xbox 360Playstation 3

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